Warum Meta-Analysen?

Meta-analytische Befunde zu Zusammenhängen zwischen Internet-Nutzung und psychologischen Variablen

Warum Meta-Analysen?

Neue Medien und digitale Technologien prägen unseren Alltag. In den letzten Jahren wurden zahlreiche Studien zu den Chancen und Risiken der Nutzung von sozialen Medien durchgeführt. Gleichzeitig fällt es schwer, Schlussfolgerungen zu ziehen, da es nur wenigen Forscher*innen gelingt, die stetig steigende Anzahl an Studien im Auge zu behalten. Die Komplexität des Feldes verleitet Autor*innen zuweilen dazu, auf einzelne Studien zu verweisen, die mit ihren Annahmen übereinstimmen, während widersprüchliche Ergebnisse ignoriert werden. Ein berühmtes Zitat leihend, lässt sich festhalten: „Wir befinden uns in der leicht peinlichen Position, weniger zu wissen, als wir bereits gezeigt haben“ (Glass, 1976, S. 8).


Meta-analytische Zusammenfassungen sind eine sehr gute Möglichkeit, dem Problem unterschiedlicher Studienergebnisse zu begegnen. Eine Meta-Analyse fasst die bisherige Forschung zu einer bestimmten Frage zusammen. Alle Studien, die Ergebnisse zu diesem Thema berichten, werden gesammelt und statistisch ausgewertet. Wie der Name schon sagt, können Meta-Analysen Schlussfolgerungen auf der Metaebene ziehen. Durch einen Schritt zurück aus dem Meer der Einzelstudien kann so ein Überblick gewonnen werden und ein klareres Bild zu einem bestimmten Thema entstehen. Mit statistischen Methoden kann ein übergeordneter Wert berechnet werden, der die Interpretation von Zusammenhängen und Auswirkungen erleichtert. Ergebnisse einer meta-analytischen Zusammenfassung sind daher besonders gut geeignet, das Wissen über die Chancen und Risiken der Nutzung von digitalen Medien abschätzen zu können.

1 Glass, G. V. (1976). Primary, secondary, and meta-analysis of research. Educational Researcher, 5, 3-8.